Familienforschung

 

Hurschler

 

Familienchronik

Verschiedene Personen

Auszug aus den Gerichtprotokollen

13. Aprellen 1589

19 Septembris Anno 1680

 

25 Februarii Anno 1692

Am 25. Februar 1692 kam folgender Vorfall vor Gericht. An der jungen Fasnacht soll es zu einer Schlägerei gekommen sein in welche auch ein Hans (Johann?) Jakob Hurschler (geboren 7.12.1669 gestorben 8.5.1718) verwickelt gewesen sein.

Da es umfangreich beschrieben wurde beschränke ich mich nur auf die Ausschnitte in welcher von dem Hans Jakob Hurschler die rede ist. 

Entlich ist underschidlich berichtet worden, wasmassen Hans Jacob Hurschler uf die Kniebos nit allein in dem Würtshaus gantz übermüetig erzeigt, Gläser, und s.h. ein Nachtgeschir zerbrochen und mit Füess darauf gesprungen, sonder auch an anderen Ohrten sich grosser Streichen und Stärckhe berüembt, auch zue nachts herumblaufe.

 Soviel zur Anklage.

Wie aus dem untenstehenden Urteil zu erkennen ist, muss dieser Hans Jacob Hurschler schon des öfteren Probleme mit dem Gesetz gehabt haben.

 

Urthell

 Hans Jacob Hurschler als ein hofert und trutziger Kerl, und Nachtvogell, soll erstlich wüssen, das ihme der Wein (wan man ihme solchen nit vergeblich gibt) auf ein Jahr lang verbotten sein solle. 2do. soll er ein gantzes Jahr lang umb Gelt oder Geltswerth nit spihlen. 3.tio. Wan er sich mit dem nächtlichen Herumblaufen nit bessern würde, soll er für das erste mahl in die Trüllen erkenth sein. 4 to. Solle er  mit einer Geiseln ein Disciplin machen. (Dis. Hat Ihr Gnaden ihme geschenckt).

5to. Solle er für 7 der ärmsten Seelen  im Fegfür 7 Psälter beten. Lestlich sollen alle mit einandern die christlich brüderlich Liebe wider ergentzen, und aller Unwillen todt und ab sein.

 

 

Herbert Hurschler geboren am 08.03.1916 gestorben am 12.10.1944 in Szelkow b. Mackheim Polen. Herr Stalder schickte mir seine Erinnerungen an seinem Onkel. Danke für Ihre Ausführungen.

 

Herbert Hurschler war ein Adoptivsohn meines Grossvaters Alois Hurschler, gebürtig von Engelberg, meine Mutter also seine Halbschwester.

Wie meine Mutter erzählte, war ihr Bruder "Chaari", d.h. er hat bei den Bauern am Rooterberg mit Ross und Wagen Milch zusammengetragen und in die Käserei geliefert und auch andere Fuhren getätigt. Das ist wohl gemeint mit Fahrknecht.

Was ich Ihnen sonst noch über die Hurschlerfamilie berichten kann, weiss ich aus Erzählungen meiner Mutter, bzw. meiner Grossmutter, die in unserer Familie lebte.

Urgrossvater Alois Hurschler muss um 1870 herum von Engelberg nach Root gezogen sein, wo er den Kienzenhof bewirtschaftete. Seine erste Frau, die vermutlich im Kindbett starb, hinterliess ihm einen Sohn, Josef. Aus zweiter Ehe entstammte mein Grossvater, ebenfalls Alois genannt. Da der Hof wegen finanziellen Schwierigkeiten verkauft werden musste, wollte Alois nach Amerika auswandern. Es heisst, er habe das Schiff verpasst und sei deshalb in Norddeutschland geblieben. Das muss um 1910 oder etwas später gewesen sein. Zuerst arbeitete er als Melker und dann bei der Kieler Werft als Kohlenarbeiter. Dort heiratete er Christina Stöterau, geborene Mehrens, meine Grossmutter, deren erster Mann an einer Blutvergiftung verstorben war. Von ihrem ersten Mann hatte sie Sohn Herbert, geboren 1916, und Tochter Christina. Mit Alois Hurschler hatte sie die Kinder Alois, Marie, Rosa ( meine Mutter), Josef, Fritz, Kaspar. Die beiden Ältesten wurden noch in Kiel geboren. Nach dem 1. Weltkrieg übersiedelte die Familie nach Root und lebte zusammen mit Grossvater Alois' Halbbruder Josef auf dem kleinen Gütlein Klemenzen. Sie lebten in recht ärmlichen Verhältnissen, weshalb Grossmutter bei verschiedenen wohlhabenden Familien als Wäscherin tätig war. Ihr Mann Alois war zudem mehrere Jahre vor seinem Tod arbeitsunfähig _ er hatte Wasser in den Beinen und war lungenkrank.

Nun, warum wurde Herbert deutscher Soldat? Von meiner Mutter weiss ich, dass er 1937 einen Einrückungsbefehl erhielt, obwohl er von Alois Hurschler adoptiert worden war. Aber das kümmerte die Nazis wenig. Eigentlich wollte er nicht gehen, aber er war verunsichert. Leider hat man ihn hier falsch beraten und ihn gedrängt, er müsse dem Befehl Folge leisten, da er ja von Geburt Deutscher sei. Es war ja auch noch nicht Krieg. Er hat dann in Deutschland die Rekrutenschule gemacht, den Frankreichfeldzug mitgemacht und später in einem längeren Urlaub eine Deutsche geheiratet.

Wir kannten sie nur vom Hörensagen als Tante Lisbeth. Und er versuchte über den Rhein zu schwimmen, zu desertieren, wurde aber erwischt. Was dann genau geschah, ist nicht bekannt. Es wurde angenommen, dass er in ein Strafbataillon an die Ostfront entsandt wurde. Meine Grossmutter erhielt eines Tages Bescheid, dass ihr Sohn ehrenvoll fürs Vaterland gestorben sei.

Ein Auszug aus Stammbaum finden sie hier.

 

Von Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ehielt ich die folgenden Angaben:

Herbert Hurschler starb in Polen

 

 

 

 

Das Archiv Hilden fand ich eine hinweis zur Person Johann Josef Hurschler der nach Weferlingen in Deutschland auswanderte Einen Auszug des Stammbaum finden Sie hier.

 

Lehr Zeugniss von Karl Johann Hurschler. Frau Kirchner stellte mir dies freundlicherweise zur Verfügung. Einen Auszug des Stammbaum finden Sie hier

Lehr Zeugniss
März 1889 Vorweiser dieses,
Karl Hurschler von Engelberg hat vom
11. October 1886 bis heute bei uns seine
Lehrzeit bestanden und sich sowohl durch seine
in Blumenkultur & Landschaftsgärtnerei
erworbenen, guten Kenntnisse, als auch seinen
Unermüdlichen Fleiss und Arbeitseifer und endlich
durch sein tadellos solides und braves Betragen
Unsre vollste Zufriedenheit erworben.
Wir wünschen dem strebsamen jungen Mann
Für seine Zukunft das beste Glück & Wohlergehen!
Luzern im März 1889
Wettstein & Sohn

 

Aus dem Buch „Der Geschichtsfreund Mitteilungen des historischen Verein der fünf Orte" Band 99 Seite 59 und 60 fand ich einen Hinweis zu einer Familie Hurschler zu 1. September etwas jünger (vor 1500)

Wörtlich heisst es:

Es ist ze wissen, das Jost Hurschler und Margaretha Custer us der Schwand sin eeliche husfrow habent uff gesetzt und geordnet, das man inen jaerlich uff sant Verenen der heiligen jungfrowen tag sol began ire jartzit...

den ganzen Text finden Sie hier

 

 

Aus dem Buch „ Der Geschichtsfreund Mitteilungen des historischen Verein der fünf Orte“ Band 47 Seite 222 f. fand ich einen Waldbruder mit dem Namen Balthasar Hurschler.

Wörtlich heisst es:

Ennetmoss bei Stans. 1654 wurde nach bischöflicher Erlaubnis dem Balthasar Hurschler, einem Nidwaldner, welchem Obwalden am 5 April 1653 für sein neu erbautes Häuschen ein Fenster geschenkt hatte, gestattet, als Waldbruder zu leben. Derselbe nahm seinen Aufenthalt in der dortigen Kapelle St. Jakob, und erhielt 1661 für die beabsichtigte Erbauung einer Wohnung und Kapelle ob dem Drachenloch von der Obrigkeit einen Bettelbrief zur Anschaffung eines Glöckleins, auch ward ihm 1664 das nöthige Holz aus dem Hinterbergwald vergünstigt, um Kalk für das Mauerwerk zu brennen. Sein Plan kam jedoch nicht zur Ausführung. 1669 bewilligte der Wochenrath in Stans. einem Konnvertiten. H. Ludwig Holzhalb aus Zürich, bei Bruder Hurschler in E. wohnen zu dürfen. 1798 stand bei diesem Bruderhause eine kleine Kapelle, kaum 200 Schritte von St. Jakob entfernt. – Noch zeigt man daselbst den Waldbruderstein, unter dessen Wölbung die Sommerwohnung der Eremiten war.

Quelle Der Geschichtsfreund, Mitteilungen des historischen Vereins der fünf Orte, Band 47, Seite222/223


 

Im Nidwaldner Kalender von 1948 wird dem Balthasar ein Bericht gewidmet. Ein Heimet in Ennetmoos heisst heute noch Bruderhaus. Im Jahre 1669 erbat ein Konvertit aus Zürich die Erlaubnis, bei Balthasar wohnen zu dürfen. Die beiden wollten ob dem Drachenloch eine Kapelle sowie eine Klause erbauen. Vom Wochenrat erhielten sie die Genehmigung Almosen zu sammeln zur Anschaffung eines Glöckleins. Aus dem Hinterbergwald wurde ihnen das Holz geschenkt um Kalk zu brennen. Leider kam der Plan nie zur Ausführung da Balthasar am 30.10. 1669 starb.

Quelle Nidwaldner Kalender 1948

 

Im Weiler St.Jakob in der Gemeinde Ennetmoos fand ich das Heimet Bruderhaus. Unweit von diesem Heimet ist der Bruderstein, unter welchem der Eremit im Sommer gehaust haben soll. Im Laufe der Urbanisierung wurde das Land vor dem Bruderstein geebnet. Heute ist der Eingang in die Höhle zugeschüttet. Es ist nur noch der obere Teil des Brudersteins sichtbar.

 

Von Alois Hurschler geboren 01.05.1887 gestorben 13.07.1941 erhielt ich ein ein Schulbuch. In diesem Schulbuch beschrieb er sein Wohnhaus. Diesen Aufsatz finden Sie wenn Sie auf Alois Hurschler klicken. Die Übersetzung finden Sie hier. Den Stammbaum finden Sie hier.

 

 

 

Aus dem Buch Fürio:

Beckenried 21 Dezember 1918

Hier fiel in der Dunkelheit, zwischen der Zementfabrik und dem Dorf, der ledige Dachdecker Hurschler aus der Wilgas (Stans Oberdorf), in den See und ertrank. Die Leiche konnte leicht geborgen werden, da die Unglücksstelle nur ca 1m. tief war. Hier handelte es sich um Niklaus Josef Hurschler, 1874 – 1918. Den Stammbaum finden Sie hier

Im Nidwaldner Wochenblatt vom Samstag 28.12.1918 fand ich einen kleinen Hinweis über Josef Hurschler. „Der Bericht über die amtliche Leichenschau des im See ertrunkenen Josef Hurschler , Dachdecker, wird genehmigt.“ Auf den nachfolgenden Seiten folgender Polizeibericht des Dorfpolizisten Amstad zu Handen der Polizeidirektion des Kanton Nidwalden.

Die Übersetzung finden Sie wenn Sie auf den Bericht des Polizeiposten klicken

 

 

 

Folgende Unterlagen stellte mir Josef Arnold Hurschler zur Verfügung wofür ich rechtherzlich danken möchte.

der Suschmä Lüdi, Eugen Leodegar Hurschler geboren am 11.9.1823

Suschmä Weysel  der Suschmä Weysel, Josef Alois Eugen geboren am 6.10.1827. Zur Person des Josef Alois Eugen Hurschler sind noch einige Dokumente erhalten geblieben. Die noch durchgearbeitet werden müssen.

Suschmä Natzi

Der Suschma Natzi, Jgnatz Josef Maria (Geigenbauer) geboren am 8.12.1833

 

 

Von Franz Odermatt gibt es ein Buch von seinen Lebenserinnerungen. Sie können es lesen wenn Sie auf Franz Odermatt klicken. Den Stammbaum finden Sie hier.